Konfliktanfälligkeit minimieren

Bauen ist ein dynamischer Prozess, der von allen Beteiligten ein hohes Maß an Flexibilität, Belastbarkeit und Bereitschaft zur stetigen Kommunikation fordert.
Bau- und Zivilrecht sind komplex, die technischen und wirtschaftlichen Anforderungen äußerst vielschichtig. Hinzu kommen unterschiedliche Faktoren wie unklare Zielvorgaben, unvollständige Planungen, Entwurfsänderungen, fehlende Festlegung von Verantwortlichkeiten, gestörter Bauablauf etc., denen kompetent Rechnung getragen werden muss.
Wegen dieser Faktoren und der langfristigen Zusammenarbeit der Beteiligten ist die Konfliktanfälligkeit im Bereich des Planens und Bauens branchenimmanent. Ein guter Grund, rechtzeitig vorzubeugen und von Anfang an für Klarheit und Transparenz zu sorgen. Aufgrund der Eigenheiten in Sprache und Umgang müssen einzelne Charakteristika der klassischen Wirtschaftsmedia- tion angepasst und als eine spezielle Variante des Konfliktmanagements angewendet werden.

Erfahrung und Expertise

Optimalerweise begleitet der Konfliktmanager das Projekt von Beginn an präventiv. Er hat die notwendige Erfahrung und Expertise sowohl für den Planungs- und Bauprozess als auch für die Kommunikation und das Konfliktmanagement. Durch eine frühzeitige Einbindung kennt er die Sachverhalte und genießt Akzeptanz bei allen Beteiligten, so dass er im Bedarfsfall ad hoc eingreifen kann.
Um Klarheit über die meist diffizile und unübersichtliche Gemengelage zu bekommen, strukturiert und gewichtet der Konflikt- manager die Themen. Das Einverständnis aller Beteiligten vorausgesetzt, kann er Handlungsoptionen aufzeigen, um zu einer schnellen und zielgerichteten Lösungsfindung zu kommen, da in der Baubranche Zeit und damit zwangsläufig verbunden Kosten eine besondere Bedeutung zukommen. Der Konfliktmanager verfügt über fundierte Branchenkenntnisse und unterscheidet sich damit vom klassischen Wirtschaftsmediator.